Mediation Bild Artikel Was ist eigentlich online-Mediation?
Was ist eigentlich online-Mediation?
2. Oktober 2016

Konfliktmanagement

Mediation Bild Artikel Konfliktmanagement

Krisen treten in allen Lebenssituationen, in jeder Familie und in jedem Unternehmen auf. Für Unternehmen können innerbetriebliche Krisen zu Produktivitätsverlust und zu Arbeitsausfall bis hin zur Existenzbedrohung führen. Immer mehr Unternehmen gehen daher dazu über, Krisen vorzubeugen und Krisenbewältigung schon vor Ausbruch der Krise zu installieren. Konfliktmanagementsysteme werden eingerichtet, um die Kommunikation zu verbessern und auf Krisen gut vorbereitet zu sein.

Was tun Unternehmen, um für Krisen gut aufgestellt zu sein?

Konflikte kennen und erkennen

Jeder Konflikt folgt einem bestimmten Schema. Wenn er nicht frühzeitig beendet wird, kann er eskalieren. Kenntnisse darüber, wie ein Konflikt entsteht und welche die typischen Eskalationsmuster sind, sind daher der erste Schritt.

Kommunikation ist alles?

Kommunikation ist der Schlüssel zur Bearbeitung von Konflikten. Geschult werden müssen grundlegende Kenntnis über Kommunikation und Kommunikationstechniken. Wichtig neben der reinen Anwendung von Technikern ist es jedoch vor allem, ein Gespür für Blockaden und beginnende Krisen zu entwickeln. Aufmerksamkeit und Achtsamkeit sind die wichtigsten Begleiter, um sich anbahnende Konflikte zu erkennen. Ebenfalls wichtig sind Empathie und Zeit für den Konflikt. Eine dauerhafte Befriedung lässt sich nicht nebenher erzielen, sondern braucht den ihr zustehenden Raum.

Schulung

Um Konfliktmanagementsysteme zu installieren, sind zunächst Schulungen durchzuführen. Erste Ansprechpartner hierfür sind Führungskräfte. Aber auch gezielt ausgewählte Mitarbeiter sind zu schulen. In größeren Unternehmen werden Konfliktlotsen eingesetzt. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können sich in Konfliktfällen an die Konfliktlotsen oder an die ihnen bekannten Ansprechpartner wenden.

Oft kann ein Konflikt unter Beteiligung der ausgebildeten innerbetrieblichen Kräfte gelöst werden. Manchmal ist es jedoch nicht möglich. Für diese Fälle müssen weitere Angebote vorhanden sein. Solche Angebote können zum Beispiel Coaching, Mediation und Supervision sein. Bestandteil der Errichtung eines Konfliktmanagementsystems ist es auch, einen Pool von Angeboten zur Verfügung zu haben, auf die im Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann.

Hoher Aufwand?

Auf den ersten Blick sieht alles sehr aufwändig aus. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Investition sich lohnt. Zufriedene Mitarbeiter, höhere Produktivität und weniger Krankenstand sind das willkommene Ergebnis.